Es ist mehr als eine Woche vergangen. Sogar mehr als ein Monat. Aber nun gut – das ist noch lange kein Grund, nicht wieder in den Sattel zu steigen.
Also: weitermachen.
Wie schon zu Beginn erwähnt, gilt für mich noch immer meine eigene „kleine“ Regel: Dieser Kurs ist für mich, und ich mache ihn in einem Umfang, den ich momentan bewältigen kann.
Kapitel 3
Wie immer eine kleine Zusammenfassung vorab.
Überthema: Wiederentdeckung der eigenen Stärke.
In dieser Woche gibt es viele Texte zu lesen. Ich habe die wichtigsten Punkte der Artikel nach meinem eigenen Verständnis zusammengefasst. Am Ende findet ihr wie immer das Check-up mit meinen persönlichen Erfahrungen und Fazit zu dieser Woche.
Zu Beginn wird darauf hingewiesen, dass es zu starken Schwankungen zwischen Emotionen kommen kann: Wut, Freude, Trauer etc.
Wut
– das Thema des ersten Essays.
Der Rausch überkochender Gefühle – explosiv und impulsartig.
Die Autorin möchte verständlich machen, dass wir gar nicht wütend auf diese Wut sein müssten. Vielmehr sei sie ein loyaler Freund. Ein Werkzeug.
Wir sollen die Wut nicht ausarten lassen, sondern sie bewusst als das nutzen, was sie ist: ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt.
Der nächste Essay ist für mich ein wenig schwierig zu übersetzen.
Synchronizität.
Sie beschreibt das sinnvolle, aber kausal nicht erklärbare Zusammentreffen eines inneren Erlebnisses (z. B. eines Gedankens oder Traums) mit einem äußeren Ereignis.
Einfach ausgedrückt: „Man denkt an eine Person – und im gleichen Moment ruft diese Person an oder schreibt, ohne Absprache.“
Im Grunde spielt man mit dem Gedanken, dass es vielleicht tatsächlich eine größere Macht über uns gibt, die in unser persönliches Leben eingreift. Und dass das Erbitten und anschließende Erhalten dessen, worum wir bitten, nicht Glück oder Zufall ist (wie wir in solchen Momenten oft sagen), sondern dass es diese Macht ist, die uns leitet.
Ganz nach dem Sprichwort: „Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst.“
Ein Essay, der dazu anregen soll, einfach anzufangen. Nicht zu viel zu grübeln, sondern den ersten Stein ins Rollen zu bringen – und nicht davor zurückzuschrecken, durch sich neu öffnende Türen zu gehen.
Leichter gesagt als getan. Würde es für viele von uns diese anfängliche Hürde nicht geben, gäbe es dieses Buch wahrscheinlich nicht. Beziehungsweise es wäre wohl nie in meinem persönlichen Bücherregal gelandet.
Mit ähnlichen Worten leitet der nächste Essay ein. Und auch dieser beschäftigt sich nicht mit einem kleinen Gefühlskonzept, sondern geht weiter zu einem der schwersten Brocken, die wir mit uns herumtragen.
Scham.
Ein alter Feind – bei vielen schon in der Kindheit entstanden und seitdem immer präsent. Die Scham, etwas auszudrücken. Abgeschmettert von Kritikern, die nicht sehen wollen, was dahintersteckt, und die uns beschämend rügen.
So schreibt sie, dass viele Künstler etwas beginnen und kurz vor der Vollendung zu sich selbst sagen, es sei doch gar nicht so wichtig oder gut. Und so geben sie kurz vor der Ziellinie auf – aus Angst, beschämt zu werden.
Es wird erklärt, wie man dagegen ankämpfen oder vielmehr neue Verhaltensweisen lernen kann, die diese irrationale Angst lindern.
Wir müssten lernen, uns selbst – und damit unser Künstler-Ich – zu schützen. Beispielsweise durch den Austausch mit einem Menschen, der uns Sicherheit gibt und keine solchen Schamgefühle weckt.
Man soll sich bewusst machen, dass Scham wie eine Spirale wirkt, ausgelöst durch einen scheinbar nebensächlichen Kommentar. Wir müssten in solchen Momenten streng mit uns sein und nicht blind dem ersten zweifelnden Gedanken folgen. Und wir müssen uns erlauben zu heilen, wenn kritische Worte tatsächlich zutreffen.Wie man vielleicht schon merkt, gehen Scham und Kritik miteinander einher.
So ist der nächste Essay eine Art Guide mit dem Titel
„Mit Kritik umgehen“.
Es wird beschrieben, wie wichtig es ist, Kritik annehmen zu lernen – vor allem als kreative Person. Wie bei allem gibt es gute und schlechte Kritik. Hier wird uns eine kleine Liste mit Stichpunkten gegeben, die dabei helfen soll, erhaltene Kritik einzuordnen, zu analysieren, aufzubrechen und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. In den letzten Punkten finden sich Anregungen dazu, wie man nach einer Kritikerfahrung weitermachen kann – Kreativität sei in diesem Fall die einzige Heilung.
Der letzte Essay dieser Woche bietet eine neue Perspektive und ist positiver gestimmt als die vorherigen Themen.
Wachstum.
Es geht darum, dass Wachstum nicht linear verläuft. Es gibt Tage und Wochen, in denen alles vorwärtsgeht, und wieder andere, an denen man das Gefühl hat, zehn Schritte zurückzufallen.
Es wird betont, dass das normal und wichtig ist – und wie bedeutsam es ist, die Morning Pages auch an schweren Tagen weiterzuführen.
Nach dem Prinzip: „Es wird denen geholfen, die sich selbst helfen.“
Die Aufgaben der Woche
Die Tasks drehen sich diesmal um ein paar nostalgische Momente: Zurückdenken an Kindheitstage.
Reflexion über Freundschaften in unserem Leben und darüber, wer uns guttut. Menschen, die uns inspirieren – und die wir gerne für einen Abend treffen würden.
Mit der Intention zu analysieren, welche Facetten uns genau an diesen Menschen faszinieren.
Check-in Woche 3:
Diese „Woche“ war – wie anfangs erwähnt – nicht so leicht für mich.
Ich bin ehrlich gesagt vom Weg abgekommen und habe den Kurs oft links liegen lassen.
Die Morning Pages sind zu sporadischen Einträgen geworden, trotz des eigentlichen Willens, dranzubleiben. Mein Artist Date kann ich auch nicht genau benennen. Es gab immer wieder Momente, in denen ich das getan habe, was mir guttut. Ich habe jedoch keinen davon bewusst als Date geplant.
Wenn ich eines auflisten müsste, das sich am ehesten so angefühlt hat, dann ein Abend in der Badewanne mit Klemmbrett und Mindmapping für ein neues Projekt.
Auch wenn ich dieses Kapitel des Kurses nicht ganz im „richtigen Rahmen“ absolviert habe, möchte ich es mit diesem Check-up-Artikel beenden und mir selbst neuen Raum für das nächste geben. Und mit diesen Worten, freue ich mich auf die neue Woche.
Bis bald,
eure Pia.
