Pia Regina

Fashion, Art & Lifestyle

The Artist Way Woche 2

Wiederentdeckung des Gefühls für Identität

Es ist die 2. Woche vom Kurs, und diese steht ganz unter dem Stern, sich selbst besser kennenzulernen – die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

Eingeleitet wird sie wie immer mit einigen Essays zu den Themen des jeweiligen Kapitels.

Beginnend mit einem kurzen Abschnitt über Selbstzweifel und Sabotage uns selbst gegenüber, weiterführend zu äußeren „Feinden“. Konkret geht es dabei um die Problematik, dass manche Menschen in unserem Leben uns (oft unbewusst) in unserer Weiterentwicklung zurückhalten wollen. Sie werden hier „blocked friends“ genannt. In den weiteren Essays geht es um ähnliche Themen:
Crazy Makers – Menschen, die wir in unser Leben lassen, die uns aber eigentlich nicht guttun;
Skepsis – uns selbst und der Sache an sich gegenüber.
Abschließend folgt das Thema Aufmerksamkeit.

Der Ton des Kapitels wird von hier an wieder heiterer: mit einer Anekdote der Autorin darüber, wie sie Achtsamkeit erlernte, indem sie ihre Großmutter bei der Gartenarbeit beobachtet hat.
Bevor es zu den Wochenaufgaben kommt, stellt uns Julia Cameron noch eine kleine Liste von „Grundregeln“ vor – oder eher kurze Sätze, die uns daran erinnern sollen, was wir ohnehin schon wissen.
Kleine Reminder, die wie Mantras angewendet werden können
(oder auch sollen).

Meine Woche 2

Nachdem ihr jetzt einen kurzen Einblick habt, worum es in dieser Woche ging, nun zu meinem persönlichen Erleben des Kapitels.

In dieser Woche flossen die Worte schon etwas leichter auf die Seiten meines Journals. Die anfängliche Blockade – „Oh, das muss richtig klingen! So etwas kann ich doch nicht schreiben. Was soll ich überhaupt schreiben?“ – fiel immer weiter ab. Und auch wenn an manchen Tagen der Füller anfangs ziellos über meine leeren Seiten strich,
konnte ich mithilfe der Aufgaben doch wieder Sinnvolles zu Papier bringen.

Es ging viel darum, wofür ich meine Zeit am meisten nutze, was ich eigentlich gerne mal wieder machen würde und was mir Freude bereitet.
Eine Aufgabe hat mir besonders gefallen – sie wurde aus der Vorwoche aufgegriffen und fortgeführt: die Imaginary Lives.

Wenn du fünf andere Leben führen würdest – was würdest du in diesen Leben machen?

Wärst du Tänzerin, Ärztin, Astronautin …?

Das Ziel dahinter: Die Dinge, die uns am meisten reizen, in unser tatsächliches Leben einzubauen. Beispiel Leben als Tänzerin: Was hält dich davon ab, in deinem jetzigen Leben tanzen zu gehen?
Triff dich mit Freunden, buche einen Kurs oder gönn dir immer wieder eine dance break (à la Grey’s Anatomy – if you know what I mean).

In Woche 2 entwickelt sich das strukturierte Journaling immer mehr zu einem meiner Lieblingsmomente in der Morgenroutine.

Artist Date
Und mein Artist Date diese Woche?
Ein Besuch im Park.
Ja, ja – ich weiß, das klingt schon nach Rentner-Hobby, aber ich kann es echt nur empfehlen. Morgens Tasche gepackt und mit dem Rad durch die Stadt zum Park geradelt. Parkbank im Halbschatten, und auf der Wiese vor mir machte die lokale Entengemeinschaft ihre Morgenroutine oder döste unter einer kleinen Birke noch vor sich hin.
Da war – wenn auch nur für ein paar Minuten – der Kopf mal wirklich aus.


Mein Fazit bisher
Müsste ich diese Woche in einem Satz für mich zusammenfassen:
Visualisierung der Gedankenwelt in Worten.

Es verlangt Ehrlichkeit – sich selbst und dem Kurs gegenüber.
Aber genau das macht es irgendwie auch spannend.
Und so freue ich mich schon darauf, was als Nächstes kommt
– und welche Aufgaben warten.

Bis bald in Woche 3!
x Pia